Das Weiße Haus und das US-Außenministerium erwägen offenbar die Bewaffnung syrischer Rebellen. Die anhaltende Niederschlagung der Proteste würden dies legitimieren, so die US-Regierung. Es müsse neue Taktiken geben, “um der Bombardierung der Stadt Homs entgegenzuwirken”, sagte ein Pressesprecher des Weißen Hauses.

Jay Carney, Pressesprecher des Weißen Hauses, fügte hinzu, dass die USA nicht beabsichtigten, Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer weiteren Militarisierung Syriens führen würden. Gleichzeitig signalisierte er, dass man “zusätzliche Maßnahmen ergreifen” werde, für den Fall dass es der internationalen Gemeinschaft nicht gelinge, eine Einigung über die Resolution zu erzielen. Unklar bleibt, was genau die USA genau meinen mit “zusätzlichen Maßnahmen”.

Auch die Sprecherin des US-Außenministeriums Victoria Nuland sagte, dass “wenn Assad nicht unserem Druck nachgibt, müssen wir möglicherweise zusätzliche Maßnahmen prüfen.” Sie fügte hinzu, dass dabei “keine der Möglichkeiten vom Tisch” sei. Laut Medienberichten drängt der US-Kongress offenbar darauf, syrische Rebellen zu bewaffnen. So forderte etwa Senator John McCain, dass man die Rebellen aufrüsten, man dies “aber nicht auf direktem Wege” tun solle.

Die USA und andere UN-Mitglieder treffen sich am Freitag in Tunesien im Rahmen der “Friends of Syria”-Gruppe, um weiteres Vorgehen festzulegen. Die Möglichkeit einer direkten militärischen Intervention sei jedoch weiterhin unwahrscheinlich. Russland wird an der Sitzung nicht teilnehmen, da man die Gruppe als voreingenommen zu Gunsten der syrischen Rebellen betrachtet.